Wiesbaden hat einen kommunalen Gesundheitskiosk im Westcenter eröffnet. Bei einer Veranstaltung am Dienstag, 25. August, nahmen rund 130 Gäste teil. Ab Oktober sollen Besucherinnen und Besucher nach dem vollständigen Bezug kostenfreie Unterstützung in den Bereichen Gesundheit, Prävention und Selbsthilfe erhalten.
Standort und Zugang
Der Kiosk befindet sich zentral und barrierefrei im Westcenter, in der Carl von Linde Straße 20 und Flachstraße 13, mit guter Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Ziel ist es, den Zugang zu gesundheitlicher Beratung für Menschen in der Stadt zu vereinfachen. Gesundheitsdezernentin Milena Löbcke erklärt, dass viele Bürgerinnen und Bürger nicht wüssten, welche Angebote es bereits gebe oder an wen sie sich mit gesundheitlichen oder sozialen Fragen wenden könnten. Durch den Kiosk sollen die bestehenden Unterstützungsangebote leichter auffindbar und besser miteinander vernetzt werden.
Die Räumlichkeiten entstanden nach Angaben des Gesundheitsamts aus der ehemaligen Postfiliale. Dr. Katharina Ferrari Kühne, die kommissarische Amtsleitung, bezeichnete das Ergebnis der Umbauarbeiten als modernen und freundlich gestalteten Ort, an dem Beratung und Begegnung möglich sind. Sie dankte denjenigen, die am Umbau und an der Umsetzung des Projekts beteiligt waren und äußerte die Erwartung, dass der Ort lebendig werden solle.
Angebot und Arbeitsweise
Im Fokus des Gesundheitskiosks stehen Gesundheitsförderung und Prävention. Mitarbeitende bieten individuelle Beratung zu gesundheitlichen und sozialen Hilfestellungen, vermitteln Kontakte zu anderen Einrichtungen und unterstützen bei Bedarf bei der Terminvereinbarung. Geplant sind neben Einzelberatungen auch Informationsveranstaltungen, Präventionsangebote und Treffen von Selbsthilfegruppen in den Räumlichkeiten.
Darüber hinaus sind niedrigschwellige medizinische Angebote vorgesehen, etwa Impfsprechstunden. Ziel ist es, Hemmschwellen abzubauen und Hilfsangebote direkt zugänglich zu machen.
Partner und Zielgruppen
Zum Start gehören mehrere lokale Träger zu den Projektpartnern, darunter das Volksbildungswerk, das Suchthilfezentrum, die psychosoziale Beratung für gehörlose Menschen von Hand und Ohr sowie die Selbsthilfekontaktstelle Wiesbaden. Der Kiosk richtet sich an alle Wiesbadenerinnen und Wiesbadener unabhängig von Alter, Herkunft oder Krankenversicherungsstatus.
Mit dem Angebot will die Stadtverwaltung vorhandene Versorgungsstrukturen besser koordinieren und Menschen den Weg zu passenden Hilfsangeboten erleichtern.
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