Die Stadt Eltville am Rhein hat das denkmalgeschützte Geländer am Rheinufer gegenüber dem Biedermeierbeet vollständig erneuert. In einem gemeinsamen Projekt mit den Eltviller StadtWerken und dem Metallbaubetrieb Metallbau Schmidt wurden historische Gestaltungsmerkmale bewahrt und zugleich aktuelle Sicherheits- und Statikvorgaben umgesetzt.
Befund und denkmalpflegerische Entscheidung
Bei der Demontage stellte sich heraus, dass nur vier der ursprünglichen Pfosten noch restaurierfähig waren. Die Denkmalbehörde war in die Planung eingebunden und es wurde zunächst angestrebt, möglichst viele Originalteile zu erhalten. Weil dies in der Praxis nicht möglich war, entschied man sich, einen erhaltenen Pfosten exakt zu vermessen und als Vorlage für Nachbauten zu nutzen.
Herstellung und eingesetzte Technik
Der fehlende historische Eindruck wurde durch detailgetreue Nachbildungen ersetzt. Ein einzelner Pfosten diente als Muster und wurde in 14 neue Bauteile aufgeschlüsselt. Diese Teile wurden mit moderner Metallbautechnik gefertigt und mittels präzisem Laserschweißverfahren zusammengesetzt. Grundlage der Planung war eine vollständige Laserscan-Erfassung des Geländebereichs, die exakte Maße und Lagebeziehungen lieferte.
Sicherheit und optische Anpassung
Die Geländerfüllung orientiert sich optisch am historischen Bestand, erfüllt aber zugleich die heutigen Sicherheitsanforderungen. Dazu wurde ein unauffälliges Edelstahlnetz eingebaut, das die vorgeschriebenen Sicherheits- und Statikstandards berücksichtigt. Die Stadtverwaltung betont, dass so historischer Charakter und zeitgemäße Sicherheit miteinander verbunden werden.
Nach Angaben der Stadt sollen die Arbeiten das Rheinufer an dieser Stelle aufwerten und einen hochwertigen Abschnitt des Uferwegs sichern. An dem Projekt waren neben der Stadt Eltville am Rhein die Eltviller StadtWerke und Metallbau Schmidt beteiligt. Bürgermeister Patrick Kunkel erklärte, die Erneuerung verbinde historischen Charakter mit modernem Sicherheitsstandard.
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