Freitag, 24.04.2026

Kita Europaviertel erhält Spende und Holzroboter für Ausbau des MINT Labors

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Die städtische Kindertagesstätte Europaviertel hat am Donnerstag, 5. März, eine Spende von 1.000 Euro sowie einen hölzernen Lernroboter für die Erweiterung ihres MINT Labors entgegengenommen. Die Übergabe erfolgte in der Einrichtung in Anwesenheit von Sozialdezernentin Dr. Patricia Becher, Vertretern der Abteilung Kindertagesstätten und Kindertagespflege, des Fördervereins sowie des beteiligten Unternehmens.

Spende aus LinkedIn Aktion und zusätzliche Sachspende

Die Zuwendung stammt von der netorium AG. Im Rahmen der Fachmesse Hamburg Open hatte das Unternehmen die Aktion „We love MINT“ gestartet. Über den LinkedIn Kanal sammelten Interaktionen zunächst 680 Euro; netorium stockte den Betrag auf 1.000 Euro auf. Das Unternehmen Moravia Consulting, das auf die Kampagne aufmerksam wurde, stellte zusätzlich spontan einen Cubetto Lernroboter aus Holz zur Verfügung. Der Coding Roboter ermöglicht Kindern ab drei Jahren einen spielerischen Einstieg in Programmierlogik ohne Bildschirm.

Peter Frantz, Vorstand der netorium AG, sagte: „Technologie ist für uns bei netorium mehr als ein Job, sie ist Leidenschaft. Diese Freude am Neuen, an Technik und Entwicklung möchten wir teilen und dabei helfen, Chancen zu eröffnen. Darum fördern wir bewusst MINT Projekte, denn echte Zukunft beginnt dort, wo Neugier und Entdeckergeist Raum bekommen.“

Friederike Herrmann aus dem Marketingteam der netorium AG ergänzte, die We love MINT Kampagne sei eine „Herzenssache“ und ziele darauf ab, junge Menschen für naturwissenschaftliche Fächer und Technologien zu begeistern.

MINT Pädagogik in der Kita Europaviertel

Die Kita Europaviertel verfolgt seit mehreren Jahren einen MINT Schwerpunkt. In sieben Gruppen werden 147 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren von 29 Mitarbeitenden betreut. Grundlage der pädagogischen Arbeit ist das Freinet Konzept. Lernen knüpft hier an Alltagssituationen an: Kinder beobachten, experimentieren, stellen Fragen und entwickeln gemeinsam Lösungen.

Seit 2014 arbeitet die Einrichtung mit dem Projekt Der Rote Koffer, das handwerkliche Tätigkeiten wie Sägen oder Hämmern mit Elementen früher informatischer Bildung verbindet. Zu den regelmäßigen Angeboten gehören unter anderem ein Parkour für die Logo Maus, eigene Toniboxen und Experimente mit Elektronik. 2020 erhielt die Kita erstmals die Zertifizierung als Haus, in dem Kinder forschen; zwei weitere Zertifizierungen folgten.

Dr. Patricia Becher betonte bei der Übergabe: „Frühe MINT Bildung stärkt Chancengleichheit und Zukunftskompetenzen. Wenn Kinder lernen, Fragen zu stellen, Zusammenhänge zu erkennen und eigene Lösungen zu entwickeln, gewinnen sie Selbstvertrauen und Orientierung für ihren weiteren Bildungsweg. Die Kita Europaviertel zeigt, wie forschendes Lernen im Alltag gelingen kann.“ Sie dankte netorium AG und Moravia Consulting für die Unterstützung und hob hervor, dass Unternehmen, die in Bildung investieren, Verantwortung für den Nachwuchs und für die Zukunft der Stadt übernehmen.

Nächste Schritte und regionale Vernetzung

Die Spende ist als qualitative Weiterentwicklung einer bereits bestehenden Holz und Töpferwerkstatt zum MINT Labor gedacht. Der vorhandene Raum soll modular ausgebaut und stärker auf forschendes Lernen ausgerichtet werden, um Kindern mehr Möglichkeiten zu geben, naturwissenschaftliche und technische Fragestellungen selbstständig zu erkunden. Perspektivisch sollen Materialien auch anderen Einrichtungen zur Verfügung gestellt werden.

Die Maßnahme steht in Verbindung mit der Netzwerkpartnerschaft der Landeshauptstadt Wiesbaden mit der Stiftung Kinder forschen. Seit Januar 2025 ist die Abteilung Kindertagesstätten und Kindertagespflege Teil des regionalen Netzwerks „Wer? WI? Was? Kinder forschen in und um Wiesbaden“. Über dieses Netzwerk erhalten pädagogische Fachkräfte Fortbildungsangebote und Einrichtungen können sich zertifizieren lassen. Nach der Spendenübergabe wurden die nächsten Planungsschritte für das modulare MINT Labor konkretisiert; die neuen Angebote sollen schrittweise in den Kita Alltag integriert werden.

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